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Stauden richtig teilen: Diese 3 Fehler zerstören die Blütenpracht

Du möchtest eine Staude teilen, um sie an einem anderen Platz in deinem Garten anzupflanzen? Dann solltest du die folgenden Tipps beachten, damit das erfolgreich gelingt.

Eine Gärtnerin beim Stauden teilen in ihrem Garten.
© IMAGO / Redeleit

Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Stauden teilen ist wichtig, damit die Pflanzen weiter wachsen und gedeihen – doch Achtung: Drei typische Fehler können großen Schaden anrichten. Wenn du zur falschen Zeit teilst, das Werkzeug nicht richtig wählst oder den falschen Standort wählst, leidet nicht nur das Wachstum, sondern oft auch die Blüte. Damit deine Pflanzen gesund und kräftig bleiben, solltest du beim Teilen und Umsetzen mit Bedacht vorgehen.

Der beste Zeitpunkt zum Stauden teilen

Bevor du zur Tat schreitest, solltest du beachten, dass es am besten gelingt, wenn man die Stauden zum richtigen Zeitpunkt teilt. Denn dann haben die entwurzelten Pflanzen genügend Zeit, um sich bis zu ihrer Blüte an die neue Umgebung zu gewöhnen. Der beste Zeitpunkt zum Teilen von Stauden hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab, generell gilt jedoch: Frühjahr und Herbst sind ideal. Hier ein grober Zeitplan:

  • Frühblüher wie Phlox oder Astern werden im Herbst geteilt, damit sie im Frühjahr wieder kräftig austreiben
  • Sommer- und Herbstblüher wie Sonnenhut oder Taglilien teilt man am besten im Frühjahr, sobald der Boden frostfrei ist

Es spricht also nichts dagegen, deine Stauden etwas zu bearbeiten, bevor die Gartensaison so richtig losgeht, oder? Fast, denn es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du die Pflänzchen voneinander trennst. Folgende Grundregeln gelten beim Teilen von Stauden:

  • Stauden, die nach Juni blühen, sollten im Frühling geteilt werden.
  • Stauden, die im Frühling blühen, sollten spätestens im September des Vorjahres geteilt worden sein.

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Häufige Fehler beim Stauden teilen

Grundsätzlich ist es wichtig, nur gesunde, kräftige Stauden zu teilen und das neue Pflanzmaterial direkt wieder einzusetzen. Darüber hinaus, solltest du dich vor den folgenden Fehlern in Acht nehmen.

Fehler 1: Die Teile der Neupflanzung sind zu groß

Beim Teilen der Stauden solltest du nicht zu großzügig sein. Denn: Wenn die Staudenteile noch zu groß sind, werden sie sich nicht „verjüngen“ und die Mühe war umsonst. Es reicht aus, wenn der Wurzelballen die Größe einer Faust hat.

Tipp: Geeignet sind Stauden, die zwischen vier und sieben gesunde Austriebknospen an der Basis haben.

Ein Mann trennt eine Staude.
Achte darauf, dass die Staudenteile nicht zu groß sind. Foto: LianeM – stock.adobe.com

Fehler 2: Die Wurzeln werden verletzt oder nicht versorgt

Je nach Pflanzenart kann das Ausgraben der Wurzeln eine einfach oder sehr schwere Angelegenheit werden. Vor allem, wenn man verhindern möchte, dass die Wurzeln beim Teilen der Staude verletzt werden. Mit einer Grabgabel kann man die Stücke erst grob voneinander lösen. Danach kannst du mit einem Messer oder mit deinen Händen, alle Wurzelteile entfernen, die nicht am Austriebsauge des Staudenstückes hängen.

Tipp: Dauert das Teilen der Stauden länger, solltest du die Teile in den Schatten legen und mit einem feuchten Vlies oder Jutesack zudecken, um sie vor Austrocknung zu schützen.

Fehler 3: Die Jungpflanzen werden nicht versorgt

Mit dem Umpflanzen der Stauden ist die Arbeit noch nicht getan. Man sollte sie wie Jungpflanzen behandeln und besonders umsorgen, nachdem sie ihren neuen Platz im Garten gefunden haben. Das bedeutet, die Pflanzen sollten nicht nur ausreichend Abstand zueinander haben, sondern auch regelmäßig vor Unkraut geschützt bzw. von diesem befreit werden.

Tipp: Nach gründlichem Angießen, sollten die geteilten Stauden in ihrer ersten Saison niemals austrocknen. Ist diese Zeit überstanden, sind sie wieder pflegeleicht wie zuvor.

Übrigens: Lavendel wird oftmals fälschlicherweise als Staude bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen Halbstrauch, der im Winter verholzt und dann im Frühling aus dem Holz wieder treibt.

FAQ – Häufige Fragen zum Thema „Stauden teilen“

Wann kann man Taglilien teilen und umsetzen?

Taglilien kann man am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Spätsommer bis Frühherbst (August bis Oktober) teilen und umsetzen. Wichtig ist, dass der Boden nicht gefroren ist und die Pflanze genug Zeit zum Einwurzeln hat. Nach dem Teilen gut wässern und die Horste nicht zu tief einsetzen.

Wann soll man winterharte Stauden pflanzen?

Winterharte Stauden pflanzt man am besten im Frühherbst (September bis Oktober), damit sie vor dem Winter gut anwachsen können. Alternativ ist auch das Frühjahr (März bis Mai) geeignet. Wichtig ist ein lockerer, gut durchlässiger Boden.

Wann soll man Gräser teilen und umpflanzen?

Ziergräser teilt und verpflanzt man am besten im Frühjahr (März bis Mai), sobald kein Frost mehr droht. So haben sie die gesamte Vegetationsperiode Zeit zum Anwachsen. Herbstblühende Gräser wie das Chinaschilf sollten nicht im Herbst geteilt werden, da sie frostempfindlich sind.

Quelle: mdr