Rasenpflege im April legt den Grundstein für einen leuchtend grünen, gesunden Garten im Sommer. Jetzt erwacht dein Rasen aus dem Winterschlaf – höchste Zeit für eine kleine Frischekur! Ob Vertikutieren, Nachsäen oder Düngen: Diese Tipps helfen dir, kahle Stellen zu beseitigen und Moos den Kampf anzusagen. Mit etwas Einsatz im Frühling kannst du im Sommer deinen Traumrasen erst richtig genießen.
Inhaltsverzeichnis
Vorbereitung: Rasenfläche harken
Deine erste Aufgabe in Sachen Rasenpflege im April besteht darin, die Rasenfläche von Zweigen, Steinen und anderem Unrat zu befreien. Verwende hier einen Rechen bzw. eine Harke aus Metall. So nimmst du Laub und Zweige mit, ziehst im gleichen Schritt aber direkt auch kleine Moosflächen sowie abgestorbenen Rasen aus dem Boden heraus. Das Ganze ist so etwas wie ein erstes „Aufatmen“ für deinen Rasen. Größere Stellen, die von Moos bewachsen sind, lässt du in diesem ersten Schritt noch in Ruhe – darum kümmerst du dich gegebenenfalls später.
Maulwurfshügel beseitigen
Erst einmal solltest du dich bei deiner Rasenpflege im April nämlich um eventuelle Maulwurfshügel kümmern. Diese gilt es, flach zu harken und den Bereich rund um das Maulwurfsloch festzutreten. So kann der Rasen bald durch die dünne Humusschicht hindurchwachsen und du hast gleichzeitig für eine ebene Rasenfläche gesorgt.
Wichtig: Maulwürfe stehen unter Naturschutz. Das Verletzen oder gar Töten der Tiere kann ein hohes Bußgeld nach sich ziehen. Es gibt aber diverse Hausmittel, die Maulwürfe effektiv vertreiben.
Feste Stellen lockern
Gibt es auf deinem Rasen Stellen, wo nach einem kräftigen Regen das Wasser stehen bleibt? Dann ist es jetzt an der Zeit, diese aufzulockern. Dazu nutzt du am besten eine Grabeforke. Steck diese in die betroffenen Stellen und rüttele diese nach und nach frei. Hier geht es nämlich darum, den Rasen aufzulockern und so zu gewährleisten, dass bei Regen und sonstiger Bewässerung der Boden überall gleich viel Feuchtigkeit abbekommt. Dieser Schritt hat aber auch noch einen weiteren guten Grund, den du im nächsten Punkt erfährst.
Das erste Mal den Rasen mähen
Die vorherige Maßnahme ist nämlich auch entscheidend, wenn es ans Rasenmähen geht. Die Mahd sollte nämlich auf größtenteils trockenem Untergrund stattfinden. Achte beim ersten Rasenschnitt außerdem darauf, nicht zu tief zu schneiden. Halte eine Schnitthöhe von 3,5 bis 4 Zentimetern ein. Beim ersten Mal Rasen mähen im Frühjahr geht es vor allem darum, das Wachstum anzuregen. Stelle zudem sicher, dass die Messer deines Rasenmähers scharf genug sind. Ist das nicht der Fall, reißt er bei der Mahd die Grashalme einfach nur heraus.

Düngen mit Langzeitdünger und Rasenschnitt
Hast du zufällig Forsythien im Garten? Wenn ja, dann orientiere dich an diesen Frühlingsboten – sobald ihre gelben Blüten zum Vorschein treten, ist es nämlich auch an der Zeit, den Rasen zu düngen. Nutze hier am besten organische oder mineralische Langzeitdünger. Die versorgen deinen Rasen bis zu vier Monate lang kontinuierlich mit den nötigen Nährstoffen und sorgen für ein sattes, dichtes Grün. Nach dem Düngen solltest du zwei Tage lang nicht mähen.
Tipp: Um die Bodenaktivität zu verbessern, kannst du aber auch einfach Rasenschnitt oder eine dünne Schicht aus fein gesiebtem Kompost auf dem Rasen verteilen. Den Kompost einfach mit der Harke ganz dünn auf der Fläche verteilen.
Vertikutieren: Besser im Frühjahr
Jetzt geht es nochmal ran ans Moos! Sollte dein Rasen größere Moos-Bereiche aufweisen, ist das Frühjahr perfekt, um den Rasen zu vertikutieren. Für kleinere bis mittelgroße Rasenflächen eignet sich ein elektrischer Vertikutierer, den beispielsweise Baumärkte verleihen. Durch das Vertikutieren werden Moos und Mulch entfernt und der Boden belüftet.
Sanden und die richtige Rasensorte wählen
Wie viel Schatten ist in deinem Garten vorhanden? Im letzten Schritt gilt es noch einmal etwas genereller über deinen Rasen nachzudenken. Die zunehmenden Trockenperioden im Sommer könnten es beispielsweise für dich nötig werden lassen, einen trockenheitsresistenteren Rasens einzusetzen.
In jedem Fall aber solltest du deinen Rasen sanden. So verbesserst du die Bodenstruktur, förderst das Wachstum deines Rasens und verringerst Moos- und Unkrautbildung. Die positive Wirkung des Sandens wird besonders deutlich, wenn du jedes Frühjahr regelmäßig eine dünne Sandschicht verteilst und dies über einige Jahre hinweg fortführst.
Rasen nachsäen: Lieber noch warten
Im April ist der Boden oft noch zu kalt und zu feucht, um Rasensamen optimal keimen zu lassen. Viele Grassorten benötigen Bodentemperaturen von mindestens 10 Grad Celsius, die in diesem Monat häufig noch nicht erreicht werden. Zudem kann es zu Spätfrost kommen, der die Keimlinge schädigt. Auch starke Regenschauer im Frühjahr können die Samen wegspülen oder verkleben lassen. Wer mit dem Säen noch etwas wartet, erhöht die Chancen auf eine gleichmäßige und gesunde Rasenfläche. Ideal sind milde, stabile Wetterphasen ab Mitte bis Ende Mai.
Quelle: Mein Schöner Garten