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Knollensellerie anbauen: So setzt du die Jungpflanzen richtig

Knollensellerie anbauen ist einfacher, als du denkst – und lohnt sich geschmacklich wie gesundheitlich.

Ein frischer Knollensellerie liegt auf einem Holztisch.
© Printemps - stock.adobe.com

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Knollensellerie anbauen lohnt sich gleich doppelt: Die Pflanze liefert nicht nur eine würzige Basis für Suppen, Eintöpfe und Soßen, sondern ist auch reich an Vitaminen, Mineralstoffen und ätherischen Ölen. Dabei ist sie robuster als viele denken – und mit dem richtigen Wissen lässt sie sich im eigenen Garten oder Hochbeet erfolgreich kultivieren.

Zwar zählt Sellerie nicht zu den schnell wachsenden Pflanzen, doch mit etwas Geduld und der passenden Pflege wirst du am Ende mit großen, aromatischen Knollen belohnt, die geschmacklich deutlich intensiver sind als gekaufte Ware.

Ein frisch geernteter Knollensellerie liegt auf dem Tisch.
Der Anbau von Knollensellerie bedarf viel Geduld – und lohnt sich. Foto: Jenya Smyk – stock.adobe.com

Knollensellerie anbauen: Der richtige Zeitpunkt und Standort

Knollensellerie liebt Wärme, Licht und nährstoffreiche Böden. Der ideale Standort ist sonnig bis halbschattig, geschützt vor kaltem Wind und Starkregen. Da die Pflanze einen langen Entwicklungszeitraum hat – etwa 5 bis 6 Monate –, empfiehlt sich eine Vorkultur auf der Fensterbank ab Februar oder März.

Säe die Samen in Anzuchterde aus und halte sie gleichmäßig feucht. Da Sellerie ein Lichtkeimer ist, sollten die Samen nur leicht angedrückt, aber nicht mit Erde bedeckt werden. Nach etwa 3 Wochen zeigen sich die ersten zarten Keimlinge. Sobald sie kräftig genug sind und keine Frostgefahr mehr besteht (ab Mitte Mai), kannst du die Jungpflanzen ins Freiland setzen.

Boden vorbereiten und richtig pflanzen

Für eine gute Knollenbildung braucht Sellerie lockeren, tiefgründigen und gut durchlässigen Boden. Bereite das Beet idealerweise schon im Herbst mit reichlich Kompost und etwas Sand auf. Vor dem Pflanzen lockerst du die Erde erneut auf und arbeitest ggf. Hornspäne oder reifen Stallmist ein – denn Knollensellerie ist ein Starkzehrer und braucht viele Nährstoffe.

Setze die Jungpflanzen in einem Abstand von etwa 30 × 30 cm. Wichtig: Achte dabei unbedingt darauf, die Herzknospe nicht zu tief in die Erde zu setzen – sonst kann sich keine Knolle bilden. Drücke die Erde gut an und wässere gründlich.


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Pflege und Tipps für eine gute Ernte

Während der Wachstumszeit ist gleichmäßiges Gießen besonders wichtig. Knollensellerie braucht viel Wasser, verträgt aber keine Staunässe. Halte den Boden feucht, aber nicht nass – besonders an heißen Tagen. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hilft, die Feuchtigkeit zu speichern und Unkraut fernzuhalten.

In der Hauptwachstumsphase (Juli/August) solltest du etwa alle zwei Wochen organisch nachdüngen, zum Beispiel mit Brennnesseljauche oder Komposttee. Sobald sich die Knollen zu verdicken beginnen, kannst du die Erde rundherum leicht abtragen. Das fördert die Belüftung und verhindert Fäulnis. Entferne außerdem regelmäßig die unteren Blätter, damit mehr Energie in die Knollen fließt.

Geduld zahlt sich aus: Ernte und Lagerung

Knollensellerie ist ein echtes Langzeitprojekt, aber die Ernte lohnt sich. Je nach Sorte und Witterung kannst du ab Oktober ernten – am besten vor den ersten stärkeren Frösten. Hebe die Knollen vorsichtig mit einer Grabegabel aus dem Boden, säubere sie grob von Erde und entferne das Laub.

Im kühlen Keller oder im Sand eingeschlagen lässt sich Knollensellerie mehrere Monate lagern. So hast du auch im Winter frisches, selbstgezogenes Gemüse zur Hand – und das mit vollem Geschmack und gutem Gefühl. Damit lassen sich wunderbare Gerichte zauben, zum Beispiel eine leckere Knollensellerie-Frittata.

Checkliste: Knollensellerie anbauen leicht gemacht

  • Standort wählen: Sonnig bis halbschattig, windgeschützt, tiefgründiger Boden
  • Aussaat: Ab Februar auf der Fensterbank – Lichtkeimer nur leicht andrücken
  • Pikieren: Nach dem Keimen in größere Töpfe umsetzen
  • Pflanzen ins Freiland: Ab Mitte Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht
  • Pflanzabstand: 30 × 30 cm – Herzknospe darf nicht mit Erde bedeckt werden
  • Boden vorbereiten: Locker, nährstoffreich, mit Kompost und ggf. Hornspänen anreichern
  • Gießen: Gleichmäßig feucht halten, keine Staunässe
  • Düngen: Alle 2–3 Wochen mit Kompost, Jauche oder organischem Flüssigdünger
  • Pflege: Mulchen, untere Blätter entfernen, Knolle leicht freilegen
  • Ernte: Ab Oktober, vor Frostbeginn – trocken lagern, idealerweise in Sand
  • Lagerung: Kühl und dunkel, mehrere Monate haltbar

Dieser Artikel wurde teils mit maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.