Derjenige hebe die Hand, der noch nie in einen Hundehaufen getreten ist! Wahrscheinlich wird jetzt kein Arm in die Höhe schnellen, denn die ekligen Hinterlassenschaften der beliebten Vierbeiner schmücken vielerorts Gehwege und Straßen. Hundehaufen und deren Entsorgung gehören zum Alltag eines jeden Hundebesitzers. Wenn du das Geschäft von Wuffi liegen lässt, begehst du nicht nur ein Kavaliersdelikt, sondern handelst sogar grob fahrlässig. Denn Hundekot kann für uns Menschen, für andere Tiere und für die Umwelt ein großes Problem werden. Es gibt viele Gründe, warum Hundebesitzer dafür sorgen sollten, dass der Haufen aufgesammelt und richtig entsorgt wird – in diesem Beitrag findest du sieben davon.
Inhaltsverzeichnis
7 gute Gründe, den Hundehaufen zu entsorgen
Ach, Mist, schon wieder! Kurz nicht aufgepasst und schon klebt der Hundekot am Schuh. Wer schon einmal die braune Pampe aus den Rillen seiner Sohlen oder von den Rädern des Fahrrads oder Kinderwagens wischen musste, weiß, wie unangenehm und nervig das ist. Dass ein Hundehäufchen auch gefährlich werden kann, wusstest du vielleicht noch nicht. Die sieben folgenden Gründe zeigen, wie wichtig es ist, den Hundehaufen von der Straße zu sammeln:
1. Hundekot ist einfach eklig
Hunde gelten als beste Freunde des Menschen. Kein Wunder, dass Fiffi, Bello & Co. zu den beliebtesten Haustieren zählen. Doch so gern wir die bellenden Vierbeiner auch haben: Niemand möchte beim Spaziergang in ein Hundehäufchen treten oder es zufällig im Garten entdecken. Die unangenehmen Gerüche und die Tatsache, dass du den Dreck mit nach Hause schleppst, sind schon Grund genug, den Kot deines Hundes einzusammeln. Es ist einfach respektvoll gegenüber anderen Menschen und sorgt dafür, dass sich niemand belästigt fühlt.
2. Hundehaufen sind gefährlich für Menschen und Tiere
Hundekot ist nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitsschädlich, wusstest du das? Viele Hunde scheiden Parasiten wie Würmer aus, die durch den Kot übertragen werden können. Auch gefährliche Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter verstecken sich im Haufen. Besonders für Kinder und immungeschwächte Menschen kann der Kontakt mit Hundekot gefährlich werden. Aber auch andere Tiere können sich durch infizierten Kot anstecken – und das sogar lange nachdem, das Häufchen von der Natur abgebaut wurde.

3. Hundekot verschmutzt die Umwelt
Die Hinterlassenschaften von Kühen und Pferden bleiben meist dort liegen, wo sie auf die Erde gefallen sind. Vielleicht denkst du jetzt als Hundebesitzer, dass auch der Kot deines Lieblings dann liegen bleiben darf! Doch weit gefehlt! Die Ausscheidungen von Pflanzenfressern wie Pferden und Kühen schaden der Umwelt nicht, sondern dienen eher noch als Pflanzendünger.
Der Kot von Fleischfressern hingegen enthält viele schädliche Stoffe, die die Umwelt belasten können. Hundekot gelangt ins Grundwasser und in Gewässer, was zu einer unerwünschten Überdüngung führen kann. Das wiederum fördert das Algenwachstum und gefährdet das Ökosystem. Wusstest du, dass die Umweltbelastung durch den Kot eines einzigen Hundes vergleichbar ist mit der Produktion von 21.900 Litern Bier? Das haben Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin in einer Studie zur Ökobilanz von Hunden herausgefunden.
4. Hundekot verunreinigt Futterqualität
In den meisten Fällen sucht sich ein Hund selbstständig einen Platz aus, um sein Geschäft zu machen. Ob er sich dabei auf landwirtschaftlich genutzten Flächen befindet, ist ihm schlichtweg egal. Dabei kann der Hundehaufen, sofern er nicht eingesammelt wird, die Futterqualität verunreinigen, da die Lebensmittel, die dort angebaut werden, mit schädlichen Keimen in Kontakt kommen können. Dies kann gefährliche Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion haben.
5. Hundekot kann Kälber gefährden
Kälber und andere Weidetiere können durch den Kot von Hunden gefährdet werden. Ein Parasit namens Neospora caninum, der im Hundekot vorkommen kann, kann von den Rindern über das Futter aufgenommen werden und bei trächtigen Tieren zu Fehlgeburten führen. Besonders gefährlich ist der Kot von Hunden, die Rindfleisch fressen, da sie sich oft über befallenes Fleisch infizieren. Anzumerken ist, dass die Gefahr, die von Hunden aus Privathaushalten, die gelegentlich auf Wiesen und Weiden ihren Hundehaufen hinterlassen, jedoch gering ist.
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6. Hundekot kann teuer werden
Das Liegenlassen von Hundehäufchen ist nicht nur unhöflich, sondern kann auch richtig teuer werden. Du begehst in diesem Fall als Hundehalter eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern von bis zu 1000 Euro geahndet werden können! Niemand hat dich dabei beobachtet, wie du dich klammheimlich vorm Häufchen einsammeln gedrückt hast? Dann sieh einmal nach Südtirol: Seit gut einem Jahr sind Hundehalter dort verpflichtet, den genetischen „Pfotenabdruck“ ihres Hundes registrieren lassen. Wenn ein Hundekot ohne Besitzer gefunden wird, kann das Bußgeld direkt dem Hund zugeordnet werden.
7. Hundehaufen können zur Gefahr werden – auch für dein Tier!
Leider gibt es immer wieder Menschen, die Hunde nicht mögen und sogar Giftköder auslegen, um den Tieren zu schaden. Das liegt nicht selten an der Wut über Hundehäufchen, die in Parks und auf Gehwegen zurückgelassen wurden. Wenn weniger Hundekot herumliegt, ist es weniger wahrscheinlich, dass diese „Hass-Aktionen“ stattfinden – und du tust deinen Hunden, aber auch der Gemeinschaft einen großen Gefallen.
Wohin mit dem Hundekot?
Die genannten Gründe haben dich überzeugt und du wirst zukünftig die Hundehaufen deines Vierbeiners einsammeln? Klasse! Doch wohin eigentlich mit den Hinterlassenschaften? Die richtige Entsorgung des Hundekots ist simpel: Er gehört in den Restmüll.
Tipp: Wenn du dir Sorgen um den Plastikverbrauch machst, kannst du auch alte Brottüten oder andere Behälter verwenden, um den Kot zu sammeln.
Hundehaufen einsammeln – aber wie?
Vielleicht denkst du, das Einsammeln von Hundekot sei unangenehm. Aber es gibt ein paar Tricks, wie du das Problem ganz entspannt angehen kannst:
- Zieh den Beutel wie einen Handschuh an, um den Kot aufzusammeln, und knote ihn anschließend fest zu.
- Wenn du weit von einem Mülleimer entfernt bist, kannst du den gefüllten Hundekotbeutel auch geruchssicher in einem Schraubglas aufbewahren. Drücke hierfür vor dem Verknoten die Luft aus dem Beutel – das spart Platz im Glas.
- Alternativ kannst du auch geruchsneutrale Hundekotbeutel oder wiederverwendbare Beutel für den Transport verwenden.
Fazit: Sei ein gutes Vorbild!
Es ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich! Wenn du dir die Verantwortung für deinen Hund und seine Hinterlassenschaften zu Herzen nimmst, tust du nicht nur deiner Umgebung, sondern auch der Umwelt und den anderen Tieren etwas Gutes. Geh mit gutem Beispiel voran und sei so auch ein Vorbild für andere Hundebesitzer. Und falls du mal ein Häufchen eines anderen Hundes siehst, das liegen geblieben ist, nimm es doch einfach auch noch mit. So machst du die Welt ein kleines Stückchen besser!
Quelle: utopia.de