Du willst Moos im Rasen bekämpfen und greifst zu Eisendünger? Verständlich – denn der Rasen soll wieder saftig grün und dicht werden. Doch Vorsicht: Wer Eisendünger falsch einsetzt, riskiert mehr Schaden als Nutzen. Hier erfährst du, wie du Anwendungsfehler vermeidest und deinen Rasen nicht versehentlich ruinierst.
Inhaltsverzeichnis
Was bringt Eisendünger für den Rasen?
Eisendünger enthält in der Regel Eisen-II-Sulfat, das Moos abtötet und dem Rasenwachstum auf die Sprünge hilft. Gerade bei vermoosten Flächen ist Eisendünger ein beliebter Rasendünger gegen Moos. Das Problem: Viele Hobbygärtner unterschätzen die Wirkung – oder übertreiben es beim Düngen mit der Menge.
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Die häufigsten Fehler bei der Anwendung von Eisendünger
Fehler 1: Rasen überdüngen
Ein häufiger Irrtum: „Viel hilft viel.“ Doch wer zu großzügig düngt, verbrennt regelrecht seinen Rasen. Eisen-II-Sulfat ist sehr aggressiv. Eine Überdosierung kann die Graswurzeln schädigen, gelbe Flecken hinterlassen oder sogar ganze Bereiche zerstören. Achte also unbedingt auf die Dosierungsempfehlung auf der Verpackung!

Fehler 2: Trockener Boden
Auch das Wetter spielt eine wichtige Rolle. Wird Eisendünger auf trockenen Boden gestreut, ohne dass es danach regnet oder du nachwässerst, brennen sich die Salze ins Gras. Ideal ist ein feuchter, nicht zu heißer Tag – und eine gründliche Bewässerung im Anschluss.
Fehler 3: Fleckengefahr
Eisendünger färbt! Nicht nur deine Schuhe, sondern auch Pflastersteine, Kleidung und sogar Spielgeräte können dauerhaft rostbraune Flecken bekommen. Also: Handschuhe an, alte Schuhe und eine saubere Streutechnik. Noch besser – eine Rasenkante schützt empfindliche Bereiche.
Eisendünger selbst herstellen: lieber nicht
Klingt spannend, aber Vorsicht ist geboten. Wer Eisendünger selbst herstellen will, sollte sich mit Chemikalien gut auskennen – sonst wird aus dem Experiment schnell eine Gefahr für Boden, Pflanzen und Umwelt. Für die meisten lohnt sich das nicht.
Den richtige Eisendünger für den Rasen
Wenn du Eisendünger kaufen willst, achte auf geprüfte Qualität und möglichst umweltfreundliche Produkte. Einige Hersteller bieten auch Kombinationen mit Langzeitwirkung oder sanfteren Wirkstoffen an – perfekt für empfindliche Gärten. Darauf solltest du beim Kauf achten:
- Eisen-II-Sulfat als Wirkstoff
Das ist der bewährte Standard gegen Moos. Achte auf eine Konzentration zwischen 15 – 20 %, das reicht völlig aus. - Feingranulat statt Pulver
Feingranulat lässt sich besser dosieren und gleichmäßiger verteilen – Pulver kann stauben und ungenau wirken. - Mit Langzeitwirkung
Einige Dünger enthalten zusätzlich Kalium oder Stickstoff für eine länger anhaltende Rasenpflege. Praktisch, wenn du nicht ständig nachdüngen willst. - Zertifizierte Qualität
Wähle am besten Produkte von bekannten Herstellern mit Prüfsiegel (z. B. vom TÜV oder aus dem Gartenfachhandel).
Produkt | Wirkstoff | Anwendung | Besonderheiten | Geeignet für |
---|---|---|---|---|
COMPO Eisen-Dünger 🛒 | Eisen-II-Sulfat (hochkonzentriert) | Flüssig oder Granulat, gut löslich | Für alle Rasenarten geeignet, schnelle Wirkung | Alle Rasenflächen |
Neudorff Azet RasenDünger Moosfrei 🛒 | Organisch-mineralisch, mit Eisen | Streuen, ideal für ökologischen Gartenbau | Natürliche Inhaltsstoffe, bodenschonend | Naturnahe und empfindliche Gärten |
Wolf-Garten Moosvernichter plus Rasendünger 🛒 | Eisen-II-Sulfat + Stickstoff | Mit Streuwagen, Kombi-Anwendung | Langzeitwirkung bis zu 100 Tage, Moosvernichter inklusive | Stark vermooste Flächen, pflegeleichte Lösung |
So pflegst du deinen Rasen nach der Eisendüngung
- Wässern, wässern, wässern – am besten direkt nach dem Ausbringen und in den nächsten Tagen regelmäßig.
- Moos entfernen, sobald es abgestorben ist – entweder mit dem Rechen oder einem Vertikutierer.
- Nachsäen, wenn kahle Stellen entstehen – idealerweise mit hochwertigem Nachsaat-Rasen.
- Rasen regelmäßig mähen, aber erst, wenn das Gras wieder sichtbar wächst.
- Keine weiteren Dünger direkt im Anschluss – gib dem Rasen Zeit zur Regeneration.
FAQ – Häufige Fragen zum Thema Eisendünger
Was tun, wenn der Rasen nach dem Düngen gelb wird?
Dann war die Dosierung zu hoch oder es wurde nicht ausreichend gewässert. In dem Fall: gründlich wässern und einige Wochen abwarten – oft erholt sich der Rasen von selbst.
Wie oft darf man Eisendünger auf den Rasen streuen?
In der Regel höchstens zwei Mal im Jahr – idealerweise im Frühling und Spätsommer. Zu häufige Anwendung schadet dem Boden und dem Gras.
Wie lange sollte man den Rasen nach dem Düngen nicht betreten?
Mindestens 1–2 Tage, besser bis zum nächsten kräftigen Regen oder einer gründlichen Bewässerung. So verhinderst du Flecken auf Kleidung oder Haustierpfoten.
Dieser Artikel wurde teils mit maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.